Herbert in Amsterdam

Vor zwei Wochen war es endlich soweit – Mama, Papa und ich machten unseren ersten gemeinsamen Familienurlaub in Amsterdam!

Die Vorbereitungen waren etwas schwierig. Es ist nämlich gar nicht so einfach ein Hotel in Amsterdam zu finden, indem Hunde erlaubt sind und das noch dazu zentral liegt und nicht zu teuer ist. Doch wir wurden fündig und so hieß es Mitte Oktober: „Op naar Nederland!“

Das Auto vollgepackt ging es hoch motiviert los. Da wir in der Nacht wegfuhren, schlief ich die 9,5 stündige Autofahrt fast durch. Nur während der kurzen Zwischenstopps verließ ich meine Box zum Pipi machen und um mir kurz meine Beine zu vertreten. Doch alles in allem verging die Hinfahrt trotz weiter Strecke halbwegs schnell.

Als wir in Holland ankamen, wurden wir von heftigem Regen empfangen. So sehr ich mich freute aus der Autobox zu kommen, so sehr wünschte ich mir in diesem Moment wieder im Trockenen zu liegen. Noch dazu konnten Mama und Papa das Hotel einfach nicht finden und so irrten wir fast eine Stunde im Regen mit unserem gesamten Gepäck durch die niederländische Hauptstadt.

Doch wir wurden fündig und als mich der Mann an der Rezeption sah, bekamen wir (ohne Aufpreis) sofort das größte Zimmer im Hotel! Das ich so groß auf andere wirke, war mir bis dahin noch gar nicht bewusst. So groß das Zimmer auch war, so klein war der Balkon. Ich gehe sogar soweit zu behaupten: wir hatten den Chi unter den Balkonen! Ach ja, auch wenn ich es ungern zugebe: Papa musste mich jedes Mal in unser Stockwerk tragen, weil die Stufen hinauf einfach zu steil war…

Im hundefreundlichen Hotel mit kleinem Balkon.Steiles Treppenhaus im Hotel - typisch Amsterdam.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Zimmer hatte auch der Regen aufgehört und so machten wir Amsterdam unsicher. Obwohl es relativ kalt war, genoss ich den Spaziergang so richtig. Die ganzen schmalen Häuser, die fremden Gerüche, die vielen Grachten und unzähligen Brücken – das alles war sehr beeindruckend und völlig neu für mich!

Vor dem berühmten Coffeeshop "Bulldog".Spaziergang entlang der Grachten in Amsterdam.Eine der vielen Brücken in Amsterdam.
Wir sahen uns die „Hauptstraßen“ an und spazierten durch ganz enge, unbelebte Gässchen, bis wir zum großen Hafen kamen. Hier war es zwar sehr windig, aber die Luft war ein Traum. Danach schlenderten wir durch Straßenmärkte und besuchten eine Käserei. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welch Geruchsexplosion das für mich war… Umwerfend! Ich glaube wir waren Stunden unterwegs – bis es dunkel wurde! Zwischendurch kehrten wir immer wieder in Cafes ein, um uns zu stärken.

In der Käserei mitten in Amsterdam.
Als Resümee des ersten Tages kann ich nur sagen, dass die Niederländer sehr hundefreundlich sind und das man fast überall mit einem (angeleinten) Hund hineinkommt.

Beim Abendessen im Hotelzimmer.Spät am Abend kamen wir schließlich erschöpft aber glücklich zum Hotel zurück. Dort konnte ich es kaum erwarten endlich mein Essen zu bekommen. Danach wollte ich einfach nur noch schlafen. Gott sei Dank hat mir Mama extra für den Urlaub eine faltbare Hundebox gekauft. In der fühlte ich mich chihuahuawohl und schlief bis am nächsten Morgen durch.

Am darauffolgenden Tag stand mir ein weiteres Highlight bevor: ein langer Spaziergang durch den weltberühmten Vondelpark! Doch davon erzähle ich euch ein anderes Mal…

*wuff wuff*
Herbert